Inhalt
 
 
winsen (luhe)
geschichte
 
 

Winsen (Luhe)
Winsen (Luhe), Schloss und Kirche
 
JPE-RS    WINSEN (LUHE)JPE-RS

Winsen (Luhe) - Sehenswürdigkeiten und Bilder

 
Eckermann-Medaillon

Ein einzigartiges Eckermann-Medaillon

Johann Peter Eckermann Ein sehr schönes Keramikmedaillon erinnert in Winsen (Luhe) an > Johann Peter Eckermann, den Dichter und Freund Goethes. Es eignet sich z.B. vorzüglich als Geschenk, Mitbringsel oder Souvenir aus Winsen und wird eine bleibende Erinnerung an den Besuch in der Geburtsstadt des Goethefreundes sein. Ein Thüringer Künstler modellierte es sehr fein nach dem bekannten Bild des Weimarer Malers Schmeller (1796-1841) in limitierter Stückzahl als Teilrelief mit einem Durchmesser von ca. sieben Zentimetern (s. verkleinerte Abbildung). Es kann im Marstall-Museum, bei Waffen-Wenck in der Marktstraße 18, also dort, wo einst Eckermanns Geburtshaus stand, und in der Winsener Buchhandlung Haars in verschiedenen Farbvariationen preisgünstig erworben werden.

Oben
 
Eckermanns Winsen - eine kleine Stadtführung für Besucher

Ein kurzer Rundgang auf den Spuren Johann Peter Eckermanns
Eckermanndenkmal in Winsen (Luhe)

Das Gedenken an Johann Peter Eckermann (1792 - 1854), den Dichter, Schriftsteller und Vertrauten Goethes, wird in Winsen unauffällig wachgehalten.

Die zentrale Stätte der Erinnerung an den Verfasser der bekannten "Gespräche mit Goethe in den letzten Jahren seines Lebens" ist das 1954 geschaffene Eckermann-Denkmal neben der Marienkirche. Es wurde weitgehend aus Spenden Winsener Bürger finanziert.
Schräg gegenüber weist am Hause Marktstraße 18 eine Gedenktafel darauf hin, dass der Dichter an dieser Stelle geboren wurde. Das eigentliche Geburtshaus fiel einst einem der zahlreichen Brände in der Winsener Innenstadt zum Opfer.
Wendet man sich von hier aus rechts in Richtung Schmiedestraße, findet man am dortigen Hause Nr. 17 eine weitere Gedenktafel mit einem Hinweis auf das Elternhaus des jungen Eckermann. Das nicht mehr erhaltene ursprüngliche Elternhaus Eckermanns könnte so ausgesehen haben wie jenes sehenswerte winzige > alte Häuschen, das unweit dieser Stelle als Haus Nummer 19 in der Luhestraße (noch) steht.

Superintendentur in Winsen (Luhe)

Auf der anderen Seite der Marienkirche befinden sich zwei weitere Stätten, die mit dem Winsener Goethefreund in Verbindung stehen. In der Superintendentur, einem im Jahre 1748 erbauten Fachwerkhaus in der Rathausstraße, erhielt der junge Eckermann täglich ein Mittagessen sowie Bildung durch den damaligen Superintendenten Johann Christian Parisius (1752 - 1834). Im unweit gelegenen Schloss trat der begabte Sohn aus armem Hause im Jahre 1808 als Amtsschreiber seine erste Stelle an.

Alte Kate in der Luhestraße

An der Ostseite des Schlossplatzes beherbergt der Marstall ein Museum mit einer sehenswerten Ausstellung über Johann Peter Eckermann. Hier ist außerdem ein sehr schönes Eckermann-Medaillon (s.o.) erhältlich. Und auch die am Ende der Eckermannstraße gelegene Eckermann-Realschule weist eine besondere Sehenswürdigkeit auf: ein eindrucksvolles Eckermannrelief, geschaffen von einem Thüringer Künstler (Besichtigung des Reliefs nach Anmeldung vor Ort).

Wer Interesse an Winsens bekanntestem Sohn bekommen hat, kann auf folgenden Internetseiten mehr über ihn erfahren:

- auf unserer Seite über > Eckermann
- auf der sehr ausführlich gestalteten Internetpräsenz
   www.johann-peter-eckermann.de
   (= http://home.arcor.de/j.p.eckermann)

[Hkf, 2008]
Oben


 
Sehenswürdigkeiten

Historische Gebäude in Winsen an der Luhe

In Winsen (Luhe) gibt es einige alte und interessante Gebäude, die man als Einwohner wie als Gast der Stadt unbedingt besichtigen sollte. Zu Ihnen gehören das > Schloss, die > St.-Marien-Kirche, der > Marstall, das > Blaufärberhaus und das einstige > Stift St. Georg. Björn Esperling und Herr Hinkfoth haben dazu nachfolgend einiges Wissenswerte zusammengestellt. Weitere Informationen über "Winsen (Luhe) früher" enthält unsere Seite mit > historischen Daten Winsens.


Das Schloss
Das Schloss
Das Schloss zu Winsen (Luhe) wurde erstmalig im Jahre 1299 erwähnt. Wann es erbaut wurde und wie es am Anfang aussah, ist nicht überliefert. Sein früherer Nutzen lag vor allem darin, dass Herzöge aus der Umgebung es als Interimsresidenz nutzten. Herzog Otto der Strenge ließ das Schloss später gründlich ausbauen, weil es ihm außerordentlich gut gefiel. Gräben und Wälle ließ er außerdem anlegen. Diese Arbeiten waren im Jahr 1329 abgeschlossen. Von 1592 bis 1617 residierte > Herzogin Dorothea von Braunschweig-Lüneburg, Prinzessin von Dänemark und Witwe Herzog Wilhelms des Jüngeren, im Winsener Schloss. Sie ließ das alte Gebäude so herrichten, wie wir es heute kennen. An die Herzogin erinnern noch der Marstall, die Glocke auf dem Schlossturm sowie die Schlosskapelle. Diese liegt innerhalb der dicken Mauern des alten Gebäudes und wurde in den letzten Jahren restauriert. Nun wird sie für Sitzungen des Amtsgerichts, für kulturelle Veranstaltungen und auf Wunsch gelegentlich auch für standesamtliche Trauungen genutzt. Im Schlossturm befinden sich Museumsräume.
Herzogin Dorothea steht im Mittelpunkt einer informativen Seite unseres Wahlpflichtkurses "Kunst" Klasse 10 (2004/05) (> hier).
Oben


Der Marstall
Der Marstall
Das heutige Gebäude der Winsener Stadtbücherei, das in der Nähe des Schlosses und der Kirche liegt, wurde 1599 errichtet und früher als Pferdestall und Kornspeicher genutzt. Neben der Bücherei sind heute in dem Gebäude ein Museum über die Winsener Geschichte und über Johann Peter Eckermann sowie ein Café untergebracht.
Oben


Die Marienkirche
St. Marien
Das Zentrum der Stadt Winsen (Luhe) wird geprägt von der St.-Marien-Kirche. Ihren 62 Meter hohen Turm kann man schon über weite Entfernung hinweg aus Marsch und Geest erkennen. Erbaut wurde die ursprüngliche Kirche im 12. Jahrhundert als Kapelle. Zwischen 1406 und ca. 1438 entstand dann das zweischiffige gotische Backsteingebäude, und zwar zunächst ohne den heutigen Backsteinturm. Vielmehr stand neben dem Kirchenschiff ein hoher hölzerner Glockenturm, der, wie schon in den Jahren 1585 und 1627, im Jahre 1822 abermals abbrannte. Erst 1897/98 wurde er durch den heutigen Kirchturm ersetzt. In der Zwischenzeit krönte das hohe Kirchenschiff lediglich ein im Jahre 1837 errichteter türmchenartiger Dachreiter, welcher eigentlich für den maroden Dachstuhl viel zu schwer war und deshalb eine ständige Gefahrenquelle darstellte.
Oben


Das Blaufärberhaus
Blaufärberhaus
Entlang der Luhe hatten sich früher jene Handwerks- und Gewerbebetriebe niedergelassen, die auf das kräftig vorbeiströmende Wasser des Heideflüsschens angewiesen waren: Lohgerber, Blau- und Schönfärber, Schiffer und Schiffbauer. Auch ein Brauhof stand seit dem Anfang des 17. Jahrhunderts am Ufer der Luhe. Er wurde, sehr stark verfallen, 1972 abgerissen. Nur der Name der Brauhofstraße erinnert noch an ihn.
   In der Luhestraße ist noch eines der wenigen alten Bürgerhäuser früherer Jahrhunderte erhalten, das Blaufärberhaus. Die meisten anderen der alten Gebäude fielen im Laufe der Jahrhunderte den häufigen Bränden in der Winsener Innenstadt zum Opfer. Das sehenswerte Blaufärberhaus wurde nach dem großen Brand im Jahre 1585 errichtet und 1988 aufwendig restauriert. Die Rosetten im Giebel der prachtvollen Fassade kennzeichnen es als typisch norddeutsche Variante eines Fachwerkhauses der Renaissance. Diese Art der Hausverzierung wurde in unseren nördlichen Bereichen nicht häufig verwendet; man findet sie vielmehr vor allem im südlichen und mittleren Niedersachsen und östlichen Westfalen. > Weiteres Foto
Oben


Das ehemalige Stift St. Georg
Figur am Stift St. Georg
Das Haus St. Georg (auch "Sanct Jürgen") war ursprünglich ein weit vor dem südlichen Winsener Stadttor gelegenes Anwesen zur Aufnahme von Aussätzigen (Leprakranken). Von ca. 1506 bis ca. 1910 diente das Stift als "Hospital", in dem Prövner versorgt und gepflegt wurden. Prövner waren pflegebedürftige Alte oder Kranke ordentlichen Rufes, die gegen eine nicht geringe Summe Bargeldes, die oft durch Verwandte aufgebracht werden musste, und Einlage ihrer gesamten Habe lebenslanges Wohnrecht und Pflege erhielten, sofern sie den Hausfrieden nicht nachhaltig störten. 1766 wurde das Gebäude vollkommen neu errichtet; der ansehnliche Fachwerkgiebel stammt aus dem Jahre 1902. Obwohl noch lange bewohnt, verfiel das Haus im Laufe der Zeit zusehends, konnte jedoch 1966 vor dem Abriss bewahrt und restauriert werden, um anschließend bis 1989 seine Verwendung als Museum zu finden. Seit 1993 wird es, ebenso wie die angrenzende Kapelle, von der Arbeiterwohlfahrt genutzt.

Ein besonderes Kleinod befindet sich in einer vorgesetzten Nische im Giebel dieser Winsener Sehenswürdigkeit: Wie seit dem 12. Jahrhundert häufig dargestellt, zeigt es als Figur den legendären Ritter St. Georg in der Pose des Drachentöters.  (Hkf)
Oben


 
Weitere Bilder aus Winsen

Einige Stadtansichten aus Winsen (Luhe)

Weitere Fotos mit Winsener Motiven befinden sich in der rechten Randspalte. Alle Bilder können durch Anklicken vergrößert werden.


Marstall St. Marien Auf dem Schlossplatz
Ehemaliges Gefängnis Kehrwieder Kehrwieder
Schloss Schlosshof Rathaus mit Schlossplatz


Oben

 

Der Inhalt dieser Seite entstand auf Basis einer Zusammenstellung von Björn Esperling, Kl. 10c (2004/05), ergänzt v. H. Hinkfoth.

St. Marien
Schloss
Marstall
Eckermanndenkmal
Eckermann-Relief
Marstall
Blaufärberhaus
Rathaus
Stift St. Georg
St. Georg
Schloss
Gedenkrelief
Kanone
Brauhofstraße
Kriegerdenkmal
Kanone
St. Marien aus der Ferne
weitere Fotos
 
 
  Johann-Peter-Eckermann-Realschule  ·  Bürgerweide 1  ·  21423 Winsen (Luhe)
Tel. (04171) 8877-3  ·  Fax (04171) 8877-40
E-Mail: Kontakt   ·  Internet: www.eckermannschule.de